Gleichstrommotor
Der Gleichstrommotor – ein Universaltalent mit unzähligen Einsatzmöglichkeiten
Die Aufgabe des Gleichstrommotors ist sehr einfach: Er wandelt elektrische in mechanische Energie. Und da man solch ein Talent in der Wirtschaft immer brauchen kann, findet er fast überall seine Verwendung – zu Hause, in der Industrie oder als Herzstück in Fahrzeugen aller Art. Dabei ist seine Funktionsweise gar nicht so kompliziert. Stets dann, wenn sich ein stromdurchflossener Leiter in einem Magnetfeld aufhält, wirkt auf diesen eine Kraft.
Die Kraft der Magnete
Diese wird dadurch erzeugt, dass sich gleiche Magnetpole abstoßen, die Gegenpole jedoch anziehen. So entsteht ein Gleichstrommotor immer aus einem festen Stator und dem drehbar konzipierten Rotor. Bei herkömmlichen Gleichstrommotoren besteht der Stator aus einem Elektromagnet. Dagegen werden bei kleineren Maschinen auch häufig Permanentmagnete eingesetzt, die eine kompakte Bauweise ermöglichen. Der Rotor ist ebenfalls ein Magnet.
Gleichstrommotor mit oder ohne Bürste? Sie haben die Wahl
Die Bürsten sind die Kontakte des Kommutators. Diese sind so aufgebaut, dass sie - im Zuge der Drehung – unaufhörlich die Polung der Ankerwicklung wechseln. Als Material für die Bürsten wird stets ein gut elektrisch leitendes Material verwendet, das sich durch die ständige Bewegung abreibt und selbstständig „schmiert“. Dieses Material enthält in den meisten Fällen Kohle. Leider sind diese Bürsten verschleißanfällig. Aus diesem Grund gibt es die praktisch wartungsfreien, bürstenlosen Gleichstrommotoren. Bei dieser Variante wird der mechanische Kommutator (auf den die Bürsten gleiten) durch einen elektrischen Kommutator ersetzt.
